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Laut Datenblatt 880 W und 3,2 J Einzelschlagenergie, Bohr-Ø bis 28 mm in Beton und der niedrigste angegebene Vibrationswert im Vergleich. Das Wechselfutter mit 13-mm-Schnellspannbohrfutter macht ihn auch für Holz und Metall zum Allrounder.
1.250 W und 5 J Einzelschlagenergie für Bohrungen bis 32 mm und Stemmarbeiten. Bohrer sowie Spitz- und Flachmeißel liegen bei, dafür wiegt er gut 5 kg.
Stand: September 2026. Daten laut Hersteller- bzw. Händlerangaben; Einzelschlagenergie und Vibration (Hammerbohren in Beton, ah) wie vom Hersteller angegeben; Gewicht laut Hersteller, teils ohne Netzkabel (Makita je nach Zubehör 2,9–3,3 kg); „–“ = keine Angabe. Einhell-Vibrationswerte laut Bedienungsanleitung, Leerlaufdrehzahl Bosch GBH 2-21 laut Händlerangabe. Aktuelle Preise findest du beim jeweiligen Angebot.
Kennzahlen im Vergleich Anzeige
Ausgewertet aus den Datenblättern der 8 Modelle – der Bestwert ist hervorgehoben.
Ein Bohrhammer ist das richtige Werkzeug, sobald du regelmäßig in Beton, Kalksandstein oder Naturstein bohrst oder Fliesen abschlagen willst. Für Dübellöcher bis etwa 12 mm reicht ein kompakter SDS-plus-Bohrhammer mit 2 bis 3 Joule Einzelschlagenergie, für Stemmarbeiten und große Bohrungen darf es mehr sein. Entscheidend sind außerdem Gewicht, Vibration und ein Wechselfutter, falls du auch in Holz und Metall bohren willst.
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Bohrhammer, Schlagbohrmaschine oder Akkuschrauber?
Eine Schlagbohrmaschine erzeugt ihren Schlag mechanisch: Zwei geriffelte Rastscheiben reiben aufeinander, der Bohrer vibriert mit hoher Frequenz, aber mit wenig Wucht. Das reicht für Ziegel und weiches Mauerwerk. In Beton kommst du damit nur mühsam voran und musst kräftig drücken.
Ein Bohrhammer arbeitet mit einem elektropneumatischen Schlagwerk. Ein Kolben verdichtet Luft, die einen Schläger nach vorn auf das Werkzeug treibt. Die Schläge sind deutlich kräftiger, der Bohrer zertrümmert das Gestein, statt sich hineinzureiben. Du musst kaum drücken, der Bohrfortschritt in Beton ist um ein Vielfaches höher. Dazu kommt die Meißelfunktion, mit der du Fliesen abschlägst oder Schlitze für Leitungen stemmst.
Zum Schrauben und für Holz ist ein Bohrhammer dagegen zu schwer und zu grob. Dafür bleibt ein Akku-Bohrschrauber das bessere Werkzeug – die beiden ergänzen sich.
Das spricht dafür
Kräftiges pneumatisches Schlagwerk für Beton
Kaum Anpressdruck nötig
Meißelfunktion für Fliesen und Schlitze
SDS-plus-Werkzeug rastet werkzeuglos ein
Das spricht dagegen
Schwerer als Schlagbohrmaschine oder Akkuschrauber
Ohne Wechselfutter nur SDS-Werkzeuge
Laut und vibrationsintensiv
Kaufkriterien: Darauf solltest du beim Bohrhammer achten
Einzelschlagenergie: Wie viel Joule braucht ein Bohrhammer?
Die Einzelschlagenergie in Joule sagt mehr über die Leistung eines Bohrhammers aus als die Wattzahl. Sie beschreibt, mit welcher Wucht jeder einzelne Schlag auf den Bohrer trifft. Seriöse Hersteller messen sie nach dem Verfahren der EPTA, des europäischen Verbands der Elektrowerkzeughersteller. Nur solche Werte sind zwischen Marken vergleichbar. Fantasiewerte ohne Messverfahren, wie sie bei No-Name-Geräten häufig auftauchen, solltest du skeptisch sehen.
Um 2 J: kompakte Geräte wie der Bosch GBH 2-21 für Dübellöcher von 6 bis 10 mm und Montagearbeiten.
2,5 bis 3,5 J: die klassische 2-kg- bis 3-kg-Klasse. Hierzu gehören der Bosch GBH 2-28 F (3,2 J), der Metabo KHE 2660 Quick (3 J) und die Einhell TC-RH 900 (3 J). Sie decken den typischen Heimwerkerbedarf ab.
4 bis 5 J: für häufiges Meißeln, Durchbrüche und Bohrungen über 20 mm, etwa der Einhell TE-RH 32 4F Kit mit 5 J.
SDS-plus oder SDS-max?
Fast alle Bohrhämmer für Heimwerker und Handwerker nutzen die Werkzeugaufnahme SDS-plus mit 10 mm Schaftdurchmesser. Das Werkzeug rastet ohne Schlüssel ein und kann sich in der Aufnahme axial bewegen – so wird die Schlagenergie verlustarm übertragen. SDS-max mit 18-mm-Schaft ist schweren Kombihämmern ab etwa 5 kg vorbehalten, die Löcher über 30 mm bohren oder Wände abbrechen. Für Haus und Garten ist SDS-plus die richtige Wahl, denn das Angebot an Bohrern und Meißeln ist riesig.
Bohrdurchmesser und optimaler Bohrbereich
Der maximale Bohr-Ø in Beton ist ein Grenzwert, keine Alltagsempfehlung. Bosch gibt für den GBH 2-28 F bis 28 mm an, nennt als optimalen Bereich aber 8 bis 16 mm; bei Makita liegt der ideale Bohrbereich des HR2470 bei 4 bis 16 mm. Wenn du hauptsächlich 6er- bis 10er-Dübel setzt, reicht ein leichtes Gerät. Planst du Durchbrüche mit Hohlbohrkronen, achte auf eine entsprechende Herstellerangabe: Bosch nennt für den GBH 3-28 DFR Bohrkronen bis 82 mm in Mauerwerk.
Funktionen: Bohren, Hammerbohren, Meißeln
Drei Betriebsarten sind Standard: Bohren ohne Schlag (Holz, Metall), Hammerbohren (Beton, Stein) und Meißeln ohne Drehung. Beim Meißeln lässt sich der Meißel bei den meisten Geräten in verschiedenen Winkeln fixieren, sodass du flach unter Fliesen oder im passenden Winkel an der Wand arbeiten kannst. Der Einhell TE-RH 32 4F bietet als vierte Funktion Meißeln ohne Fixierung, damit du die Meißelstellung ohne Umbau anpassen kannst.
Wechselfutter und Rechts-/Linkslauf
Das „F“ in Bosch-Modellnamen wie GBH 2-28 F steht für das Wechselfutter: Du tauschst die SDS-plus-Aufnahme werkzeuglos gegen ein Schnellspannbohrfutter für Holz- und Metallbohrer mit Rundschaft. Metabo nennt das System „Quick“. Ohne Wechselfutter brauchst du einen Adapter, der das Werkzeug verlängert und mehr Rundlauffehler erzeugt. Rechts-/Linkslauf hilft, einen verklemmten Bohrer wieder zu lösen. Die beiden Einhell-Modelle haben laut Anleitung keinen Drehrichtungsumschalter.
Gewicht und Bauform
Das Gewicht entscheidet, wie lange du über Kopf oder mit ausgestreckten Armen arbeiten kannst. Die Spanne im Vergleich reicht von 2,3 kg (Bosch GBH 2-21) bis 5,05 kg (Einhell TE-RH 32 4F Kit). Beachte, dass Hersteller unterschiedlich messen: Makita und Metabo geben das Gewicht ohne Netzkabel an, Makita nennt für den HR2470 je nach Zubehör 2,9 bis 3,3 kg. Die meisten Geräte haben Pistolenform, bei der Motor und Schlagwerk in einer Linie liegen. Die L-Form wie beim GBH 3-28 DFR stellt den Motor senkrecht, ist kürzer und liegt beim Meißeln stabiler in der Hand, ist aber meist schwerer.
Vibration: Warum der m/s²-Wert zählt
Hersteller müssen den Schwingungsemissionswert ah für Hammerbohren und Meißeln angeben. Im Vergleich reicht er beim Hammerbohren in Beton von 9,8 m/s² (Bosch GBH 2-28 F) bis 17,9 m/s² (Einhell TE-RH 32 4F Kit). Das ist kein akademischer Wert: Die Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung legt für Hand-Arm-Vibrationen einen Auslösewert von 2,5 m/s² und einen Expositionsgrenzwert von 5 m/s² bezogen auf einen Achtstundentag fest (LärmVibrationsArbSchV § 9). Für Heimwerker gilt die Verordnung zwar nicht, sie zeigt aber: Je höher der Wert, desto kürzer solltest du am Stück arbeiten. Gedämpfte Griffe und entkoppelte Schlagwerke senken die Belastung spürbar.
Nennleistung: Watt ist nicht alles
Die Wattzahl beschreibt die Leistungsaufnahme des Motors, nicht die Leistung am Bohrer. Der Bosch GBH 2-28 F erreicht mit 880 W mehr Schlagenergie als die Einhell TC-RH 900 mit 900 W. Vergleiche deshalb immer die Einzelschlagenergie und schau erst danach auf die Watt.
Kabel oder Akku?
Alle Geräte im Vergleich sind kabelgebunden. Das ist bei Bohrhämmern sinnvoll, denn das Schlagwerk zieht viel Energie und kabelgebundene Geräte liefern ohne Pause volle Leistung. Akku-Bohrhämmer lohnen sich, wenn du ohnehin Akkus eines Systems besitzt und vor allem Dübellöcher bohrst. Welche Plattform zu dir passt, erklärt unser Vergleich der Akku-Systeme. Achte beim Kabel auf die Länge: Makita und Metabo liefern 4 m, bei der Einhell TC-RH 900 sind es 2 m.
Orte vor jedem Bohren in Wänden und Decken Strom-, Gas- und Wasserleitungen mit einem Leitungssuchgerät. Trage beim Bohren und Meißeln Schutzbrille, Gehörschutz und eine Staubschutzmaske – Einhell nennt in der Anleitung ausdrücklich Lungen- und Gehörschäden als Restrisiken. Halte das Gerät immer mit beiden Händen und dem Zusatzhandgriff: Verklemmt der Bohrer, kann die Maschine ruckartig mitdrehen. Rutschkupplung und Rückschlagschutz wie Bosch KickBack Control oder Metabo S-automatic mindern das Risiko, ersetzen aber keinen festen Stand.
Anwendung und Pflege: So hält dein Bohrhammer länger
Bohrerschaft fetten: Bestreiche das SDS-plus-Ende vor dem Einsetzen dünn mit Bohrerfett. Bosch legt dem GBH 3-28 DFR dafür eine Fetttube bei. Das schont Aufnahme und Schlagwerk.
Nicht drücken: Das Schlagwerk arbeitet am besten mit leichtem Anpressdruck. Wer sich mit vollem Gewicht dagegenlehnt, bremst den Schläger und überhitzt den Motor. Die Andruckanzeige „Press-Control“ am Einhell TE-RH 32 4F hilft beim Dosieren.
Richtige Betriebsart: Fliesen und Holz bohrst du ohne Schlag, erst im Beton schaltest du auf Hammerbohren um.
Staub entfernen: Ziehe den Bohrer bei tiefen Löchern zwischendurch heraus, damit das Bohrmehl abfließt. Den Staubschutz an der Aufnahme regelmäßig reinigen.
Kohlebürsten prüfen: Bürstenmotoren brauchen irgendwann neue Kohlen. Manche Modelle zeigen den Verschleiß an, etwa der Einhell TE-RH 32 4F per LED.
Stumpfe Bohrer tauschen: Ein verschlissener Hammerbohrer kostet Zeit und belastet das Gerät unnötig.
Häufige Fragen
Wie viel Joule sollte ein Bohrhammer haben?
Für Dübellöcher bis etwa 10 mm in Beton reichen 2 bis 2,5 Joule. Wer regelmäßig 12er- bis 16er-Löcher bohrt und gelegentlich Fliesen abschlägt, ist mit 3 Joule gut bedient. Für häufige Stemmarbeiten und Bohrungen über 20 mm lohnen sich 4 bis 5 Joule. Achte darauf, dass der Wert nach EPTA gemessen wurde.
Was ist der Unterschied zwischen Bohrhammer und Schlagbohrmaschine?
Die Schlagbohrmaschine erzeugt den Schlag mechanisch über Rastscheiben, viele schwache Schläge bei hohem Anpressdruck. Der Bohrhammer nutzt ein pneumatisches Schlagwerk mit deutlich stärkeren Einzelschlägen. In Beton bohrt er schneller und kraftsparender, zudem kann er meißeln. Für Ziegel und gelegentliche Löcher reicht oft eine Schlagbohrmaschine.
Kann man mit einem Bohrhammer in Holz und Metall bohren?
Ja, wenn du den Schlag abschaltest und einen passenden Bohrer verwendest. Am besten gelingt das mit einem Wechselfutter, das die SDS-plus-Aufnahme gegen ein Schnellspannbohrfutter tauscht. Ohne Wechselfutter brauchst du einen Adapter. Für feine Arbeiten und zum Schrauben bleibt ein Akku-Bohrschrauber aber die bessere Wahl.
Was bedeutet SDS-plus?
SDS-plus ist die verbreitetste Werkzeugaufnahme für Bohrhämmer mit 10 mm Schaftdurchmesser. Bohrer und Meißel werden ohne Schlüssel eingesteckt und rasten ein. Das Werkzeug kann sich in der Aufnahme etwas vor- und zurückbewegen, wodurch die Schlagenergie effizient ankommt. Für schwere Hämmer gibt es die größere Aufnahme SDS-max.
Brauche ich einen Bohrhammer mit Rechts-/Linkslauf?
Nicht zwingend, aber er ist praktisch. Mit Linkslauf löst du einen verklemmten Bohrer leichter aus dem Loch und kannst mit Wechselfutter auch einmal Schrauben herausdrehen. Die Bosch-, Makita- und DeWalt-Modelle im Vergleich haben Rechts-/Linkslauf, die beiden Einhell-Geräte laut Anleitung nicht.
Wie schwer sollte ein Bohrhammer sein?
Für Montage und Überkopfarbeiten sind Geräte unter 3 kg angenehm, etwa der Bosch GBH 2-21 mit 2,3 kg oder der DeWalt D25133K mit 2,6 kg. Die 3-Joule-Klasse wiegt meist 3 bis 4 kg. Geräte um 5 kg eignen sich vor allem zum Meißeln am Boden oder an der Wand, weniger für Arbeiten über Kopf.
Kann ich mit einem Bohrhammer Fliesen abschlagen?
Ja, dafür brauchst du die Meißelfunktion und einen Flach- oder Fliesenmeißel mit SDS-plus-Schaft. Stelle den Meißel im passenden Winkel fest und arbeite flach unter die Fliese. Für größere Flächen ist ein kräftigeres Gerät mit 4 bis 5 Joule sinnvoll. Trage Schutzbrille, Handschuhe und Staubmaske.
Fazit
Für die meisten Heimwerker ist ein SDS-plus-Bohrhammer der 3-Joule-Klasse mit Wechselfutter die beste Wahl. Der Bosch Professional GBH 2-28 F verbindet laut Datenblatt 3,2 J mit dem niedrigsten angegebenen Vibrationswert im Vergleich. Wer vor allem Dübellöcher bohrt und ein leichtes Gerät möchte, greift zum Makita HR2470 oder Bosch GBH 2-21. Für gelegentliche Projekte reicht die Einhell TC-RH 900, für Stemmarbeiten und große Bohrungen der Einhell TE-RH 32 4F Kit mit 5 J. Egal welches Modell: Leitungen orten und Schutzausrüstung tragen.
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