Haustier

Kratzbaum: So findest du ein stabiles Modell für deine Katze

Stammdurchmesser, Bodenplatte, Deckenspanner: So erkennst du einen Kratzbaum, der auch bei großen Katzen nicht wackelt – mit Modellen im Vergleich.

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Grafik: Kratzbaum – Kaufberatung und Vergleich

Das Wichtigste in Kürze

  • Für normale Hauskatzen reichen Stämme ab 8–10 cm Durchmesser
  • Für große Rassen Stämme ab 12 cm oder einen Deckenspanner wählen
  • Breite Bodenplatte und Wandbefestigung verhindern Wackeln

Unsere Empfehlungen

Unsere EmpfehlungFeandrea Kratzbaum groß, 11 cm Sisalstämme (PCT008G01)

Feandrea Kratzbaum groß, 186,7 cm, 11 cm Sisalstämme (PCT008G01)*

4,7 · 313 Bewertungen

Laut Datenblatt 13 Kratzsäulen mit 11 cm Durchmesser, fünf Ebenen, 55 × 55 cm Grundfläche und rund 27 kg Gewicht, dazu ein Kippschutz. Passt für Mehrkatzenhaushalte und auch für größere Katzen.

Für große RassenHAPPYPET Kratzbaum „Cooper“ (MC1530)

HAPPYPET Kratzbaum „Cooper“, 150 cm*

4,5 · 140 Bewertungen

Sisalstämme mit 20 cm Durchmesser, 4 cm starke Bodenplatte und eine Liegemulde, die laut Hersteller bis 15 kg trägt. Kompakt, niedrig und dafür sehr massiv.

DeckenhochHAPPYPET Kratzbaum „Leonardo“ deckenhoch (MC2730)

HAPPYPET Kratzbaum „Leonardo“, 250–275 cm*

4,6 · 191 Bewertungen

Wird mit Deckenspanner zwischen Boden und Decke fixiert, 18 cm dicke Stämme, Liegemulden laut Hersteller bis 20 kg. Für Katzen, die hoch hinaus wollen, und Räume mit fester Decke.

Vergleichstabelle: Kratzbäume im Überblick

8 Modelle · 16 Merkmale – seitlich scrollen

Kratzbäume im Vergleich
MerkmalAnzeige1Unsere EmpfehlungFeandrea Kratzbaum groß, 11 cm Sisalstämme (PCT008G01)Feandrea Kratzbaum groß, 11 cm Sisalstämme (PCT008G01)*Ideal für: Mehrkatzenhaushalte, auch größere Katzen2Für große RassenHAPPYPET Kratzbaum „Cooper“ (MC1530)HAPPYPET Kratzbaum „Cooper“ (MC1530)*Ideal für: Maine Coon und schwere Kater3DeckenhochHAPPYPET Kratzbaum „Leonardo“ deckenhoch (MC2730)HAPPYPET Kratzbaum „Leonardo“ deckenhoch (MC2730)*Ideal für: Kletterfans, Räume mit fester Decke4Für KletterfansFeandrea Kratzbaum groß, 165 cm (PCT165W01)Feandrea Kratzbaum groß, 165 cm (PCT165W01)*Ideal für: Normal große Katzen, Kitten5Für ältere KatzenTRIXIE Kratzbaum Senior Emil, 96 cm (44939)TRIXIE Kratzbaum Senior Emil, 96 cm (44939)*Ideal für: Senioren und bewegungseingeschränkte Katzen6Für KittenKerbl Pet Kratzbaum Jade Pro, 96 cm (82528)*Ideal für: Kitten und kleinere Katzen7XXL-KratzbaumCanadian Cat Company Kratzbaum Ottawa, 192 cm*Ideal für: Mehrere große, schwere Katzen8Skandi-DesignTRIXIE BE NORDIC Kratzbaum Skadi, 114 cm (44740)*Ideal für: Design-Fans, normal große Katzen
Bewertung4,7 von 5 · 313 Bewertungen4,5 von 5 · 140 Bewertungen4,6 von 5 · 191 Bewertungen4,6 von 5 · 11.906 Bewertungen4,4 von 5 · 309 Bewertungen–––
Höhe186,7 cm150 cm250–275 cm165 cm96 cm96 cmca. 192 cm114 cm
Stammdurchmesser11 cm20 cm, 8 mm Natursisal18 cm, 8 mm Sisal–17 cm8 cmca. 18 cm11 cm
Kratzstämme13––13 + Kratzrampe1 + Sisalteppich4––
SisalSisalseil8 mm Natursisal8 mm SisalSisalseilSisalSisalSisalØ 5 mm
Grundfläche (L × B)55 × 55 cmBodenplatte 57 × 57 cm (4 cm stark)Bodenplatte 57 × 57 cm (4 cm stark)55 × 45 cm69 × 59 cm70 × 35 cmca. 76 × 70 cm62 × 52 cm
Gewicht27,3 kg28 kgca. 28 kg17,5 kg21,1 kg–ca. 40 kg–
Befestigung / KippschutzBodenmontage, Kippschutz inklusiveBodenmontageDeckenspanner (laut Hersteller Pflicht)Kippschutz inklusiveBodenmontage–––
Belastbarkeit–Liegemulde bis 15 kgLiegemulden bis 20 kg65 kg gesamt (statisch)––––
Liegeplätze5 Ebenen, Plattform 55 × 34 cmPlattform, Mulde (Ø 57/45 cm), 2 BretterXL-Liegemulden Ø 45 cm, Plattformen2 Plattformen/Höhlen, Korb, Hängematte2 Liegeflächen (Vitalkissen), HöhleMehrere Liegeflächen, Höhle Ø 32 cmLiegebett 60 × 60 cm, mehrere HäuschenKuschelbett, 2 Wendekissen
BezugPlüsch––Kurzflor-PlüschPlüsch 280 g/m²–Plüsch 600 g/m²Canvas
HolzwerkstoffSpanplatte, FSC-zertifiziert–E1-geprüftSpanplatte–––Sperrholz, lackiert
Ersatzteile––ja, nachbestellbar––ja, Ersatzsäulen (M8)––
Hergestellt inChinaDeutschlandDeutschland–China–––
Stärken
  • Dicke Stämme für viel Kratzfläche
  • Hohes Eigengewicht
  • Kippschutz im Lieferumfang
  • Sehr dicke Stämme
  • Schwere, massive Bodenplatte
  • Liegemulde mit Metallrahmen
  • Sehr viel Höhe bei festem Stand
  • Dicke Stämme, E1-geprüftes Holz
  • Ersatzteile nachbestellbar
  • Kurze Stufenabstände (25–30 cm)
  • Kratzrampe als Aufstiegshilfe
  • Viele Liege- und Spielplätze
  • Gepolsterte Aufstiegshilfen
  • Niedrige, breite Liegeflächen
  • Schlichtes Design
  • Vier Sisalsäulen
  • Kuschelhöhle zum Zurückziehen
  • Ersatzsäulen laut Ersatzteilliste
  • 18 cm dicke Sisalsäulen
  • Schwerer Plüsch (600 g/m²)
  • Großes Liegebett 60 × 60 cm
  • Sperrholz und Canvas statt Plüsch
  • Kissen per Hand waschbar
  • 11 cm dicke Stämme
Schwächen
  • Braucht viel Platz
  • Aufwendiger Aufbau
  • Nur 150 cm hoch
  • Wenige Ebenen
  • Nur bei tragfähiger Decke
  • Spannbereich 250–275 cm beachten
  • Stammdurchmesser nicht angegeben
  • Leichter als XXL-Modelle
  • Nicht zum Klettern gedacht
  • Keine kg-Belastbarkeit angegeben
  • Dünne Stämme (8 cm)
  • Gewicht nicht angegeben
  • Braucht viel Platz
  • Schwer zu transportieren
  • Keine kg-Belastbarkeit angegeben
  • Gewicht nicht angegeben
Angebot

Stand: September 2026. Daten laut Hersteller- bzw. Händlerangaben (Herstellerseiten, Amazon-Produktdatenblatt). Gewicht = angegebenes Artikelgewicht. Einzelne Angaben (Gewicht, Maße, Lieferumfang, Herkunft, Ersatzteile) laut Amazon-Produktdatenblatt. Kundenbewertungen von Amazon, Stand 30.09.2026. Aktuelle Preise findest du beim jeweiligen Angebot.

Kennzahlen im Vergleich Anzeige

Ausgewertet aus den Datenblättern der 8 Modelle – der Bestwert ist hervorgehoben.

Ein guter Kratzbaum steht fest, hat dicke, mit Sisal umwickelte Stämme und Liegeflächen, die zur Größe deiner Katze passen. Für normal große Hauskatzen reichen Stämme ab etwa 8 bis 10 cm Durchmesser und eine breite Bodenplatte mit Wandbefestigung. Für Maine Coon und andere große Rassen solltest du Stämme ab rund 12 cm, eine schwere Bodenplatte oder einen deckenhohen Kratzbaum mit Deckenspanner wählen. Wackelt der Kratzbaum, nutzt deine Katze ihn nicht – und greift wieder zum Sofa.

Die beliebtesten Kratzbäume bei Amazon

Was Käufer sagen Anzeige

Häufig gelobt
  • Sehr stabil, wackelt kaum 10/13
  • Einfacher Aufbau 9/13
Häufig kritisiert
  • Plüsch und Sisalseil eher dünn 2/13
  • Beiliegender Inbusschlüssel wenig robust 1/13
Häufig gelobt
  • Sehr stabil 6/8
  • Einfacher Aufbau 5/8
Häufig kritisiert
  • Spielseil und Bälle schlecht befestigt 3/8
  • Einzelbericht: wackelt bei tobenden Maine Coons
Häufig gelobt
  • Sehr stabil 5/8
  • Schneller, einfacher Aufbau 4/8
Häufig kritisiert
  • Aufbau und Deckenspanner brauchen Sorgfalt 3/8
  • Etwas Fusseln, Gewinde recht kurz 2/8
Häufig gelobt
  • Sehr stabil trotz Höhe 11/13
  • Einfacher Aufbau, Teile nummeriert 9/13
Häufig kritisiert
  • Hängebälle und Füße teils weniger solide 2/13
  • Dünne Stäbe etwas mühsam zu verschrauben 1/13
Häufig gelobt
  • Gut für ältere Katzen, Stufen helfen 6/13
  • Stabil, kippt nicht 5/13
Häufig kritisiert
  • Aufbau teils mühsam, Anleitung knapp 4/13
  • Höhle und Liegemulde eher klein 1/13

Redaktionelle Auswertung von bis zu 13 Kundenrezensionen je Produkt bei Amazon, in eigenen Worten zusammengefasst. Die Zahl zeigt, wie viele der ausgewerteten Rezensionen den Punkt nennen. Stand 09/2026.

Warum braucht deine Katze einen Kratzbaum?

Kratzen ist für Katzen kein schlechtes Benehmen, sondern ein Grundbedürfnis. Beim Kratzen lösen sich die äußeren, abgenutzten Hornschichten der Krallen. Gleichzeitig hinterlässt die Katze sichtbare Spuren und Duftmarken aus Drüsen an den Pfoten – eine Botschaft an Artgenossen. Und das Strecken am Stamm dehnt Rücken und Schultern.

Ein Kratzbaum kann aber mehr als eine Kratzsäule: Er bietet erhöhte Aussichtsplätze, Rückzugsorte und Klettermöglichkeiten. Gerade Wohnungskatzen haben oft wenig Möglichkeiten, sich in der Höhe zu bewegen. Ein hoher, stabiler Kratzbaum am Fenster schafft einen Lieblingsplatz, den viele Katzen täglich nutzen. Aber auch Freigänger kratzen gern drinnen – vor allem nach dem Aufwachen.

Kaufkriterien: Darauf solltest du beim Kratzbaum achten

1. Standfestigkeit: Wie stabil muss ein Kratzbaum sein?

Das wichtigste Kriterium. Springt eine Katze aus vollem Lauf auf die oberste Plattform, wirken große Kräfte auf den Baum. Kippt er, sucht sie sich einen anderen Platz – oder verletzt sich im schlimmsten Fall. Achte auf drei Dinge:

  • Bodenplatte: Je breiter und schwerer, desto besser. Die HAPPYPET-Modelle nennen eine 57 × 57 cm große, 4 cm starke Platte. Dünne Pressspanplatten mit kleiner Grundfläche sind ein Warnzeichen.
  • Gesamtgewicht: Ein hoher Kratzbaum mit deutlich über 20 kg steht meist ruhiger als ein leichter mit 10 kg. Das Gewicht steht im Datenblatt, oft unter „Artikelgewicht“.
  • Kippschutz: Viele Modelle ab etwa 1,50 m liefern einen Wandgurt oder eine Wandhalterung mit. Nutze ihn, auch wenn der Baum ohne ihn zu stehen scheint.

2. Stammdurchmesser: Dicke Stämme für große Katzen

Dünne Stämme mit 7 bis 8 cm Durchmesser sind bei günstigen Modellen üblich. Für eine 4-kg-Katze reicht das oft, für eine 8-kg-Katze nicht: Sie hängt sich beim Klettern mit ganzem Gewicht an die Stämme, die dann nachgeben oder sich lockern. Für große Rassen und Mehrkatzenhaushalte haben sich Stämme ab 11 bis 12 cm bewährt. Die sehr massiven Modelle im Vergleich kommen auf 18 bis 20 cm.

Auch die Sisalumwicklung zählt: Dickes, fest gewickeltes Naturseil hält länger als dünnes. HAPPYPET gibt zum Beispiel 8 mm starkes Natursisal an.

3. Höhe und Deckenhöhe

Wie hoch sollte ein Kratzbaum sein? Viele Katzen lieben den höchsten Punkt im Raum. Für eine erwachsene Katze sind 1,50 bis 1,90 m ein guter Bereich, damit sie sich ausstrecken und von oben schauen kann. Wichtiger als die reine Höhe ist allerdings, wie die Ebenen verteilt sind: Kurze Abstände zwischen den Stufen erleichtern Kitten und älteren Katzen den Aufstieg. Feandrea nennt bei seinem 165-cm-Modell Abstände von 30 bis 40 cm.

Bei deckenhohen Modellen musst du die Raumhöhe genau messen. Der Leonardo von HAPPYPET ist für 250 bis 275 cm ausgelegt, andere Modelle haben andere Spannbereiche. Passt die Deckenhöhe nicht in den Bereich, hält der Deckenspanner nicht sicher.

4. Liegeflächen und Plattformen

Katzen verschlafen einen großen Teil des Tages, und viele suchen sich dafür erhöhte Plätze. Die Liegeflächen sollten groß genug sein, dass sich deine Katze einrollen oder ausstrecken kann. Bei großen Rassen sind Liegemulden mit Metallrahmen stabiler als Hängematten aus Stoff. HAPPYPET nennt für den Cooper eine Belastbarkeit der Mulde von 15 kg, für den Leonardo bis 20 kg. Höhlen sind bei kleinen Katzen beliebt, bei Maine Coons oft zu eng.

5. Material und Verarbeitung

  • Sisal: Naturfaser, robust und das Standardmaterial für Kratzflächen.
  • Plüschbezug: Dichter, fest vernähter Plüsch fusselt weniger. HAPPYPET gibt eine Stoffqualität von 600 g an.
  • Holzplatten: Achte auf Angaben zur Emissionsklasse, etwa E1 beim Leonardo. Riecht ein neuer Kratzbaum stark, lass ihn vor der Nutzung gut auslüften.
  • Verschraubung: Stämme, die mit der Bodenplatte fest verschraubt werden, lockern sich seltener als gesteckte Verbindungen. Zieh die Schrauben nach einigen Wochen nach.

6. Ersatzteile

Sisal nutzt sich ab – das ist gewollt. Irgendwann sind einzelne Stämme zerkratzt. Günstig ist, wenn der Hersteller Ersatzstämme anbietet, statt dass du den ganzen Kratzbaum ersetzen musst. HAPPYPET gibt an, Ersatzteile für viele Modelle nachliefern zu können, und TRIXIE verkauft Sisal-Ersatzstämme in verschiedenen Längen. Prüf vor dem Kauf, ob Durchmesser und Gewinde zu deinem Modell passen.

7. Platzbedarf und Aufstellort

Miss vorab die Stellfläche inklusive überstehender Plattformen. Ein Kratzbaum mit 55 × 55 cm Bodenplatte kann durch Liegebretter schnell 85 cm breit werden. Ideal ist ein Platz am Fenster und im Wohnbereich, wo das Leben stattfindet. Ein Kratzbaum in der hintersten Zimmerecke wird oft ignoriert.

Welche Kratzbaum-Arten gibt es?

Typ Typische Höhe Geeignet für Worauf achten
Kratzsäule / Kratzbrett bis ca. 90 cm Ergänzung, kleine Wohnungen Muss so hoch sein, dass die Katze sich ganz strecken kann
Kleiner Kratzbaum ca. 80–120 cm Kitten, Senioren, wenig Platz Breite Liegefläche, niedrige Einstiege
Großer Kratzbaum ca. 150–200 cm Die meisten Hauskatzen, mehrere Katzen Stammdurchmesser, Kippschutz nutzen
Kratzbaum XXL für große Rassen ca. 120–190 cm Maine Coon, Waldkatzen, schwere Kater Stämme ab ca. 12 cm, schwere Bodenplatte, Mulden mit Rahmen
Deckenhoher Kratzbaum ca. 230–280 cm Kletterfans, Räume mit fester Decke Spannbereich, Deckenmaterial, Aufstiegsstufen

Kratzbaum für große Katzen: Was Maine Coon & Co. brauchen

Große Rassen wie Maine Coon, Norwegische Waldkatze, Ragdoll oder Sibirische Katze können ausgewachsen deutlich mehr wiegen als eine durchschnittliche Hauskatze. Viele Standard-Kratzbäume sind dafür nicht gebaut: Die Stämme sind zu dünn, die Liegeflächen zu klein, und bei einem Sprung schwankt der ganze Baum.

Worauf du bei einem Kratzbaum für große Katzen achten solltest:

  • Stämme ab etwa 12 cm Durchmesser – besser dicker.
  • Liegeflächen ab etwa 45 cm Durchmesser oder Kantenlänge, damit sich die Katze ausstrecken kann.
  • Weniger Ebenen, dafür größere: Ein kompakter, massiver Baum wie der HAPPYPET Cooper ist für schwere Katzen oft besser als ein verschachtelter Turm mit vielen kleinen Plattformen.
  • Höhlen-Eingänge prüfen: Viele Höhlen sind für große Rassen zu klein.

Deckenhoher Kratzbaum: Wann lohnt sich ein Deckenspanner?

Ein deckenhoher Kratzbaum wird zwischen Boden und Decke verspannt. Der Vorteil: Er kann sehr hoch sein und steht trotzdem fest, weil der Spanner ihn von oben stabilisiert. HAPPYPET weist beim Leonardo ausdrücklich darauf hin, dass der Kratzbaum mit dem Deckenspanner befestigt werden muss, damit er stabil ist.

Voraussetzung ist eine tragfähige Decke. Bei Beton- oder massiven Holzbalkendecken ist das meist kein Problem. Bei abgehängten Decken, Gipskarton oder Dachschrägen solltest du vorher prüfen, ob der Spanner sicher halten kann. Leg zum Schutz der Decke eine Filz- oder Gummischeibe unter den Spannteller und kontrolliere die Spannung regelmäßig, vor allem nach dem ersten Monat und bei Holzböden, die im Winter arbeiten.

Kratzbaum für ältere Katzen

Mit dem Alter springen Katzen weniger weit und weniger gern. Für Senioren eignen sich niedrige Kratzbäume mit Rampen oder Stufen und gepolsterten Liegeflächen. Ein Beispiel ist der TRIXIE Kratzbaum Senior Emil: 96 cm hoch, mit Aufstiegshilfen und zwei Liegeflächen mit Vitalkissen laut Hersteller. Auch der Feandrea-Kratzbaum mit 165 cm Höhe hat kurze Abstände zwischen den Ebenen und eine Kratzrampe, die das Hinaufklettern erleichtert.

Kratzbaum reinigen und pflegen

Plüsch und Sisal sammeln Haare, Staub und Krümel. Die meisten Hersteller empfehlen, den Kratzbaum mit Fusselrolle oder Staubsauger zu reinigen und Flecken mit einem feuchten Tuch abzuwischen. Durchnässen solltest du Holz und Plüsch nicht, sonst können die Platten aufquellen. Abnehmbare Kissen, wie beim HAPPYPET Cooper, lassen sich separat reinigen.

Einmal im Monat lohnt ein kurzer Check: Wackelt ein Stamm, ziehst du die Verschraubung nach. Ist das Sisal an einer Stelle durchgekratzt, tauschst du den Stamm, bevor darunterliegendes Holz oder Pappe freiliegt.

Vor- und Nachteile eines großen Kratzbaums

Das spricht dafür

  • Kratzen, Klettern und Schlafen an einem Ort
  • Lenkt Kratzverhalten weg von Möbeln
  • Erhöhte Aussichtsplätze für Wohnungskatzen
  • Dicke Stämme halten auch schweren Katzen stand

Das spricht dagegen

  • Braucht viel Stellfläche
  • Schwer und aufwendig im Aufbau
  • Plüsch sammelt Haare und muss gereinigt werden
  • Deckenhohe Modelle nur bei passender Decke

Häufige Fehler beim Kauf

  • Nur nach Höhe kaufen: Ein 2-m-Kratzbaum mit dünnen Stämmen und kleiner Bodenplatte wackelt mehr als ein massiver 1,50-m-Baum.
  • Kippschutz weglassen: Der mitgelieferte Wandgurt ist kein optionales Zubehör, sondern Teil der Sicherheit.
  • Zu kleine Liegeflächen: Eine Katze, die nicht bequem liegt, nutzt den Baum nur zum Kratzen.
  • Deckenhöhe nicht gemessen: Deckenspanner haben einen festen Spannbereich. Ein paar Zentimeter zu viel oder zu wenig, und der Baum ist nicht sicher zu montieren.
  • Falscher Standort: Katzen wollen dabei sein. Stell den Kratzbaum dorthin, wo du dich viel aufhältst, am besten mit Blick nach draußen.
Kontrolliere Schrauben, Seile und Spielzeuge am Kratzbaum regelmäßig. Lockere Stämme können brechen, ausgefranste Spielseile und Bommel werden von manchen Katzen angekaut. Beschädigte Teile solltest du ersetzen oder entfernen.

Ein Kratzbaum ist die Basis für eine katzengerechte Wohnung. Gehört auch Freigang dazu, lohnt ein Blick auf unsere Kaufberatung zur Katzenklappe mit Chip. Und wenn du tagsüber lange außer Haus bist, kann ein Futterautomat für Katzen helfen, die Mahlzeiten über den Tag zu verteilen.

Häufige Fragen

Wie hoch sollte ein Kratzbaum sein?

Für eine erwachsene Katze sind 1,50 bis 1,90 m ein guter Richtwert, damit sie klettern, springen und von oben schauen kann. Kitten und ältere Katzen kommen mit niedrigeren Modellen um einen Meter besser zurecht. Wichtiger als die Höhe sind kurze Abstände zwischen den Ebenen und eine stabile Bauweise.

Welcher Kratzbaum ist für große Katzen geeignet?

Für Maine Coon, Norwegische Waldkatze oder schwere Kater brauchst du Stämme ab etwa 12 cm Durchmesser, eine schwere, breite Bodenplatte und große Liegeflächen mit stabilem Rahmen. Modelle mit 18 bis 20 cm dicken Stämmen, etwa von HAPPYPET, sind genau für diese Rassen ausgelegt.

Wie bekomme ich meinen Kratzbaum stabil?

Nutze den mitgelieferten Kippschutz und befestige den Kratzbaum an der Wand. Zieh alle Schrauben nach einigen Wochen nach, weil sich Verbindungen setzen. Hilft das nicht, liegt es oft an zu dünnen Stämmen oder einer zu kleinen Bodenplatte – dann ist ein massiveres oder deckenhohes Modell die bessere Lösung.

Hält ein deckenhoher Kratzbaum an jeder Decke?

Nein. Ein Deckenspanner braucht eine tragfähige Decke, etwa aus Beton oder massiven Holzbalken. Bei abgehängten Decken, Gipskarton oder Dachschrägen kann der Spanner nicht sicher halten. Miss außerdem die Raumhöhe genau, denn jeder Deckenspanner hat einen festen Spannbereich, bei HAPPYPET Leonardo zum Beispiel 250 bis 275 cm.

Wo sollte ein Kratzbaum stehen?

Dort, wo sich deine Katze gern aufhält: im Wohnzimmer, möglichst am Fenster mit Blick nach draußen. Katzen kratzen oft direkt nach dem Aufwachen, deshalb hilft ein Platz in der Nähe ihres Schlafplatzes. In einer abgelegenen Ecke oder im Flur wird ein Kratzbaum häufig kaum genutzt.

Wie gewöhne ich meine Katze an den Kratzbaum?

Stell den Kratzbaum an eine Stelle, an der sie schon gern kratzt, zum Beispiel neben das Sofa. Locke sie mit Spielangel, Leckerli oder etwas Katzenminze nach oben und lobe sie, wenn sie den Baum nutzt. Zwang oder Hochsetzen hilft wenig – Geduld und Spielen dagegen schon.

Braucht eine Freigängerkatze einen Kratzbaum?

In den meisten Fällen ja. Auch Freigänger kratzen drinnen, vor allem nach dem Schlafen, und markieren so ihr Revier. Ohne Kratzmöglichkeit nutzen sie Möbel oder Teppiche. Für Freigänger reicht oft ein kleinerer Kratzbaum oder eine hohe Kratzsäule, weil sie draußen genug klettern können.

Fazit

Für die meisten Haushalte ist ein großer, schwerer Kratzbaum mit dicken Sisalstämmen und Kippschutz die beste Wahl – etwa der Feandrea mit 11-cm-Stämmen und 186,7 cm Höhe. Für Maine Coon und andere schwere Katzen lohnt ein kompakter, sehr massiver Baum wie der HAPPYPET Cooper mit 20-cm-Stämmen. Wer eine feste Decke und kletterfreudige Katzen hat, bekommt mit einem deckenhohen Modell wie dem HAPPYPET Leonardo viel Höhe bei sicherem Stand. Senioren sind mit einem niedrigen Kratzbaum mit Aufstiegshilfen am besten bedient. Und egal, welches Modell: Kippschutz montieren und Schrauben regelmäßig nachziehen.

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